KlosterRödental

Benediktinerkloster Mönchröden

Benediktinerkloster Mönchröden

evangelisches Gemeindehaus, evangelisch-lutherische Christuskirche

Das ehemalige Benediktinerkloster Mönchröden befindet sich in Bayern, nahe der Stadt Coburg, auf einer Anhöhe über dem Tal der Röden. Diese historische Anlage, die heute als Baudenkmal geschützt ist, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte klösterlichen Lebens in der Region.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Mönchröden wurde im Jahr 1149 durch den Würzburger Bischof Siegfried von Truhendingen bestätigt, nachdem Burggraf Hermann Sterker von Meißen seine Güter der Diözese Würzburg übergeben hatte. Die Schenkungsurkunde listete zahlreiche Dörfer und Weiler auf, die dem Kloster zugeordnet wurden. Ursprünglich als bischöfliches Eigenkloster dem Heiligen Kilian geweiht, war Mönchröden mit Besitzungen in 45 Orten und einer Gemeinschaft von höchstens 20 Mönchen ein eher kleines Kloster. Ende des 14. Jahrhunderts erlebte das Kloster einen Niedergang, der durch Abt Ulrich Wochner ab 1446 durch die Kastler Reformbewegung überwunden wurde. Unter seinem Nachfolger Abt Benedikt trat das Kloster 1485 der Bursfelder Kongregation bei. Die Amtszeit des letzten Abts Nikolaus Hildebrand war von umfangreichen Baumaßnahmen geprägt. Der Bauernkrieg verschonte das Kloster. Im Zuge der Reformation wurde 1526 kein neuer Abt gewählt, und 1531 erfolgte die förmliche Auflösung des Klosters, das schließlich 1538 in ein fürstliches Klosteramt überführt wurde.

Lage+

Das Kloster Mönchröden liegt im Rödentaler Stadtteil Mönchröden, einer Gemeinde in Bayern, Deutschland. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von etwa 332 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die Klosteranlage ist heute ein geschütztes Baudenkmal. Das Refektorium, ursprünglich 1516 als Speise- und Wohnhaus der Mönche erbaut, dient seit 1980 als evangelisches Gemeindehaus. Die ehemalige Klosterkirche, im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil neu errichtet und im Dreißigjährigen Krieg beschädigt, ist seit 1971 die evangelisch-lutherische Christuskirche. Sie zeichnet sich durch einen eingezogenen Chor mit Sternengewölbe und ein Rippeneckengewölbe im Kirchenschiff aus. Im Chorraum erinnern drei Grabplatten an frühere Äbte. Das Abtshaus, auch Hohes Haus genannt, wurde vermutlich im 12./13. Jahrhundert erbaut und Anfang des 16. Jahrhunderts nach einem Brand im spätgotischen Stil umgestaltet und aufgestockt.

In der Naehe+
  • Schloss Oeslau (Schloss, 2652 m)
  • Schloss Rosenau (Schloss, 2721 m)
  • Ruine Lauterburg (Ruine, 3486 m)
  • Schloss Neuhof (Schloss, 4187 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Störfix / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.3011, 11.0603