KlosterOsterwieck

Benediktinerinnenkloster Stötterlingenburg

Benediktinerinnenkloster Stötterlingenburg

Gottesdienste (Turmraum)

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Stötterlingenburg, ein Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt, befindet sich im Harz. Die Anlage ist ein Zeugnis mittelalterlicher Sakralarchitektur und ihrer wechselvollen Geschichte, die von geistlicher Nutzung bis zu weltlicher Verwaltung reicht.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 992 durch Hildeward von Halberstadt, die Weihe drei Jahre später. Unter Bischof Reinhard erfuhr es eine Erneuerung, und 1249 stellte Innozenz IV. das Kloster unter seinen Schutz. Ende des 13. Jahrhunderts übten die Grafen von Regenstein die Vogteirechte aus. Im Jahr 1525 kam es während der Bauernaufstände zu Plünderungen und Zerstörungen, von denen sich die Anlage nicht vollständig erholte. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1557 aufgehoben und 1606 zu einem landesherrlichen Amt umgewandelt. Im 19. Jahrhundert wurde das Anwesen von Kleist von Nollendorf geschenkt. Der bauliche Verfall setzte sich seit dem 16. Jahrhundert fort. Trotz Reparaturversuchen in den 1950er Jahren und einer erneuten Weihe der St.-Stephanus-Kirche im Jahr 1958 musste der kirchliche Betrieb aufgrund weiterer Schäden eingestellt werden. Nach dem Einsturz von Dach und Südwand des Kirchenschiffs 1981 konnte eine geplante Sprengung 1986 durch Engagement der Kirchengemeinde und des Denkmalschutzes verhindert werden. Ein Förderkreis begann 1990 mit der Sanierung, sodass 1995 die 1000-jährige Kirchweihe gefeiert werden konnte.

Lage+

Das Kloster Stötterlingenburg liegt in der Region Harz im Bundesland Sachsen-Anhalt in Deutschland.

Vor Ort+

Seit 2005 werden weitere Sicherungsarbeiten durchgeführt, um den Verfall aufzuhalten. Der Turm der Klosterkirche ist weitgehend wiederhergestellt und prägt die Silhouette des Ortes. Vom Kirchenschiff sind nur noch Mauerreste erhalten. Der Turmraum kann in den Sommermonaten für Gottesdienste genutzt werden.

In der Naehe+
  • Gutshaus Suderode (Dreirode) (Herren- und Gutshaus, 3228 m)
  • Schloss Schauen (Schloss, 4133 m)
  • Herrenhaus Rhoden (Herren- und Gutshaus, 5102 m)
  • Schloss Wiedelah (Schloss, 5191 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Wolkenkratzer / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.9674, 10.6665