Pfarrzentrum, Jugendheim, Pfarrkirche
Benediktinerinnenkloster St. Walburg, Monheim

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster St. Walburg in Monheim, Bayern, war einst ein bedeutendes geistliches Zentrum im Donau-Ries. Seine Geschichte reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück und ist eng mit der Verehrung der heiligen Walburga verbunden, deren Reliquien das Kloster zu einem Wallfahrtsort machten.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters St. Walburg erfolgte um oder nach 870, spätestens vor 893. Ursprünglich war es dem Salvator geweiht, doch zwischen 1057 und 1075 wechselte das Patrozinium zur heiligen Walburg. Im Jahr 893 wurden Reliquien der Heiligen von Eichstätt nach Monheim überführt, was dem Kloster rasch zu überregionaler Bedeutung verhalf und es zu einem Zentrum der Wallfahrt in der Spätkarolingerzeit machte. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich das Kloster mit Besitzungen in über 40 Orten. Im 16. Jahrhundert, im Zuge der Reformation, wurde das Kloster zwischen 1530 und 1533 aufgelöst. Die letzte Äbtissin verstarb 1533. Im Jahr 1574 erfolgte der Abriss der Klostergebäude, wobei lediglich der westliche Kreuzgangflügel aus dem 13. Jahrhundert und ein Klostergebäude aus dem 12. Jahrhundert erhalten blieben, das heute als Pfarrzentrum dient. Die ehemalige Klosterkirche ist heute die Pfarrkirche St. Walburga, eine spätgotische Hallenkirche, die 1509 erbaut und später barockisiert wurde.
Lage+
Das einstige Benediktinerinnenkloster befindet sich in Monheim, einer Stadt im Landkreis Donau-Ries in Bayern, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 499 Metern über dem Meeresspiegel und gehört zum Bistum Eichstätt.
Vor Ort+
Von der ursprünglichen Klosteranlage sind heute der romanische Westflügel des Kreuzgangs aus dem 13. Jahrhundert sowie ein weiteres Klostergebäude aus dem 12. Jahrhundert erhalten, das als Pfarrzentrum und Jugendheim genutzt wird. Die ehemalige Klosterkirche dient heute als Pfarrkirche St. Walburga. Sie ist als Baudenkmal in Bayern geschützt und beherbergt weiterhin Reliquien der heiligen Walburga, die seit 1700 wieder einen Wallfahrtsstrom anziehen.
In der Naehe+
- Schloss Monheim (Schloss, 92 m)
- Ehemals Gut des Klosters Kaisheim (Kloster, 5353 m)
- Schloss Bergstetten (Schloss, 5355 m)
- Schloss Otting (Schloss, 5850 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: EA210269 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
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Lage: 48.8422, 10.8575