Evangelische Kirche
Benediktinerinnenkloster Sitzenkirch

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Sitzenkirch im Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg, ist ein historisch bedeutsamer Ort, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Die einstige Klosterkirche dient heute als Evangelische Kirche Sitzenkirch und zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Benediktinerinnenklosters Sitzenkirch erfolgte um das Jahr 1151, wobei die erste urkundliche Erwähnung des Ortes „Sitzenkirken“ bereits 1120 erfolgte. Es entstand auf Schenkungen der Adelsfamilie von Kaltenbach an das Kloster St. Blasien. Die geistliche Betreuung oblag dem Propst von Bürgeln. Im Jahr 1181 wurde das benachbarte Kloster Gutnau von einer Nonne aus Sitzenkirch gegründet. Eine Fehde zwischen Rudolf I. von Habsburg und dem Basler Bischof Heinrich III. von Neuenburg-Erguel führte 1272 zu einem Brand, der das Kloster weitgehend zerstörte. Die romanische Kirche wurde jedoch wieder aufgebaut und 1277 neu geweiht. Sie diente später als Grablege für die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg. Im Jahr 1492 wurde das Kloster als eigenständige Propstei in das Kloster St. Blasien eingegliedert. Während des Bauernkrieges im Jahr 1525 wurde das Kloster verwüstet, die Nonnen flohen und kehrten nicht zurück. Die Klosteranlage wurde 1525 aufgehoben, die Verwaltung des Besitzes erfolgte ab 1581 durch weltliche Schaffner.
Lage+
Das ehemalige Kloster Sitzenkirch befindet sich in der Gemeinde Sitzenkirch im Landkreis Lörrach, im Bundesland Baden-Württemberg in Deutschland.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche ist heute die Evangelische Kirche Sitzenkirch. Sie bewahrt romanische Bauelemente und erinnert an die lange Geschichte des Klosters.
In der Naehe+
- Burgruine Sausenburg (Burg, ca. 1235 m entfernt)
- Benediktinerpropstei Bürgeln (Kloster, ca. 1534 m entfernt)
- Schloss Bürgeln (Schloss, ca. 1567 m entfernt)
- Burgruine Grüneck (Burg, ca. 3773 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rauenstein / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7365, 7.6729