Stadtverwaltung, Ausstellung
Benediktinerinnenkloster Rupertsberg, Bingen

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Rupertsberg in Bingen, Rheinland-Pfalz, war eine bedeutende romanische Klosteranlage, die im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Es zeichnete sich durch seine Lage am Zusammenfluss von Rhein und Nahe aus und war eng mit der Persönlichkeit der Hildegard von Bingen verbunden. Heute sind nur noch wenige bauliche Reste des einstigen Klosters erhalten, die jedoch einen Einblick in seine frühere Bedeutung ermöglichen.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Rupertsberg erfolgte um 1150 durch Hildegard von Bingen, nachdem sie das Kloster Disibodenberg verlassen hatte. Die Wahl des Standortes am Rupertsberg, einem ehemaligen Außenposten der Ingelheimer Kaiserpfalz, wurde durch eine von Hildegard geschaffene Legende um den Heiligen Rupert legitimiert. Die dreischiffige Klosterkirche wurde 1152 durch den Mainzer Erzbischof geweiht. In dieser Zeit entstanden viele von Hildegards Werken im klostereigenen Skriptorium. Nach Hildegards Tod im Jahr 1179 verlor das Kloster zunächst an Bedeutung, erlangte jedoch im Spätmittelalter durch ein vermeintliches Blutwunder wieder große Popularität. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage 1632 von schwedischen Truppen zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Die Ruinen dienten später als Steinbruch. Im Jahr 1857 musste die gesamte Ruine dem Bau der Nahetal-Eisenbahn weichen, wobei auch die Grabkrypta unter dem Chor zerstört wurde.
Lage+
Das Kloster Rupertsberg befand sich in Bingen, einer Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Es lag auf dem Rupertsberg, linksseitig der Nahe, nahe ihrer Mündung in den Rhein.
Vor Ort+
Die einzigen erhaltenen Überreste des Klosters Rupertsberg, fünf Arkadenbögen, sind seit Mai 2023 in der „Villa am Rupertsberg“ öffentlich zugänglich. Diese wird von der Stadtverwaltung Bingen betrieben und beherbergt Tafeln zur Geschichte des Ortes. Eine multimediale Station, der „Fahrstuhl in die Vergangenheit“, ermöglicht Besuchern eine virtuelle Reise in die Klosterzeit. Das Landeshauptarchiv Koblenz bewahrt einen Großteil des ehemaligen Klosterarchivs.
In der Naehe+
- Burg Klopp (Burg, 517 m)
- Binger Mäuseturm (Burg, 960 m)
- Ruine Ehrenfels (Rüdesheim) (Ruine, 1254 m)
- Burgruine Rossel (Burg, 1705 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Unknown authorUnknown author / Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.9658, 7.8892