KlosterNeuburg an der Donau

Benediktinerinnenkloster Neuburg an der Donau

Benediktinerinnenkloster Neuburg an der Donau

Maria-Ward-Institut (Englische Fräulein), Realschule

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Neuburg an der Donau, ein historischer Sakralbau, befindet sich in der ummauerten oberen Stadt von Neuburg an der Donau, im bayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Es ist bekannt für seine lange Geschichte und seine Verbindung zum Haus Wittelsbach.

Geschichte+

Die genaue Gründungszeit des Klosters ist nicht gesichert, doch wird das Jahr 1002 als traditionelles Gründungsdatum genannt. Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde gelten aufgrund ihrer Schenkungen als Stifter. Im Jahr 1007 übertrug Heinrich das Kloster zusammen mit dem nahegelegenen Benediktinerinnenkloster Bergen an das von ihm gegründete Bistum Bamberg. Beide Klöster waren der Heiligen Jungfrau Maria und Johannes dem Evangelisten geweiht. Um 1168 entsandte das Kloster Admont auf Wunsch Kaiser Friedrichs I. Nonnen nach Neuburg, um eine Reform durchzuführen, wobei Agnes von Dießen-Wolfratshausen Äbtissin wurde. Nach 1180 ging die Vogtei von Bamberg an die Wittelsbacher über, und ab 1247 waren das Amt Neuburg, die Stadt und die Klostervogtei in der Hand der bayerischen Herzöge. Das Kloster pflegte fortan enge Beziehungen zum Haus Wittelsbach. Ein Klosterbrand im Jahr 1463 zerstörte viele Urkunden, woraufhin Äbtissin Barbara Brunner eine Reform des Klosters einleitete. Um 1500 zählte der Konvent fast 40 Nonnen. Von 1510 bis 1521 leitete Margarete von Bayern das Kloster als Äbtissin. Mit der Einführung der Reformation durch Pfalzgraf Ottheinrich im Jahr 1542 wurde das Kloster aufgelöst. Die letzte Äbtissin, Magdalena Hundt von Lauterbach, verstarb, und die Administratorin Barbara Ringhammer verließ 1584 mit den verbliebenen Schwestern das Kloster endgültig. An der Stelle des Klosters wurde 1622 ein Jesuitenkolleg errichtet, nachdem die Jesuiten 1613/14 von Herzog Wolfgang Wilhelm in die Stadt geholt worden waren. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 fiel der Besitz an Kurfürst Karl Theodor, der 1782 hier die Großballei Neuburg des Malteserordens einrichtete. Die Malteserballei wurde 1808 im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Lage+

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster befindet sich in Neuburg an der Donau, einer Stadt im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in Bayern, Deutschland. Es liegt in der oberen, ummauerten Stadt, nahe der heutigen Hofkirche.

Vor Ort+

Seit 1847 wird das Gebäude als Maria-Ward-Institut (Englische Fräulein) genutzt und beherbergt eine Realschule.

In der Naehe+
  • Franziskanerkloster (Sakralbau, 358 m)
  • Schloss Neuburg (Schloss, 400 m)
  • Auschlößl (Schloss, 1222 m)
  • Arco Schlößchen (Schloss, 1427 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Unknown authorUnknown author/zeitgenössischer Maler / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.7359, 11.1757