Kirche
Benediktinerinnenkloster Kochel
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Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Kochel am See in Bayern, dem Erzengel Michael geweiht, blickt auf eine lange Geschichte zurück, die im 8. Jahrhundert begann und im 10. Jahrhundert endete.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Kochel erfolgte zwischen 739 und 770, wohl um das Jahr 740, durch die Adelsfamilie der Huosi, namentlich die Brüder Waldram, Eliland und Landfrid. Zeitgleich entstanden weitere Klöster in der Region, darunter das Männerkloster Benediktbeuern. Eine Urkunde aus dieser Zeit erwähnt explizit die Existenz von Nonnen in Kochel. Die Weihe der Klosterbauten nahm der päpstliche Missionserzbischof Bonifatius zwischen 747 und 751 vor, in Anwesenheit des damaligen Herzogs Tassilo III. Als erste Äbtissin wurde Gailsuinda, die Schwester der Gründer, eingesetzt. Im Laufe seiner Geschichte beherbergte das Kloster bedeutende Persönlichkeiten wie Gisela, die Gemahlin Childerichs III., und Luitburga, die Gemahlin Tassilos. Auch Karls des Großen Schwester Gisela soll hier gelebt haben. Das Kloster wurde spätestens 955, vermutlich aber bereits 908, von den Ungarn zerstört und danach nie wieder komplett wiederaufgebaut.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in der Gemeinde Kochel am See, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, im Freistaat Bayern in Deutschland.
Vor Ort+
Von dem einstigen Kloster ist heute lediglich die Kirche erhalten geblieben, da die restlichen Klostergebäude nach der Zerstörung im 10. Jahrhundert nicht wieder vollständig aufgebaut wurden.
In der Naehe+
- Schloss Aspenstein (Schloss, 670 m)
- Kloster Schlehdorf (Kloster, 3764 m)
- Klostergasthof (Kloster, 3915 m)
- Ehemals Waschhaus, später Gästehaus des Klosters (Kloster, 6256 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6550, 11.3680