evangelische Pfarrkirche, Veranstaltungsort
Benediktinerinnenkloster Hecklingen

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Hecklingen, ein bedeutendes Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt, liegt im Salzlandkreis und ist ein herausragendes Beispiel romanischer Baukunst. Es zählt zu den wichtigen Stationen der Straße der Romanik und beeindruckt mit seiner reichen Geschichte sowie einzigartigen Kunstschätzen.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen bis vor das Jahr 1118 zurück, als es als Benediktinerinnenabtei in Kakelingen gegründet wurde. Die Stifter waren die Herren von Kakelingen, und die ersten Nonnen kamen aus dem Kloster Gerbstedt. Es diente als Grablege für die Stifterfamilien und später für die Grafen von Plötzkau und die Konradsburger. Ab 1147 stand das Kloster unter der Vogtei der Askanier. Zwischen 1150 und 1176 begann der Bau der imposanten Klosterkirche. Ende des 13. Jahrhunderts wechselten die Benediktinerinnen zur Augustinusregel und das Kloster wurde ein Augustiner-Chorfrauenstift. Nach 1319 übernahmen die Fürsten von Anhalt die Vogteirechte. Ein Brand im Jahr 1496 zerstörte Teile der Anlage, verschonte jedoch die Kirche. Im Jahr 1559 wurde das Kloster im Zuge der Reformation säkularisiert, in ein Rittergut umgewandelt und später zu einem Schloss ausgebaut. Die Klosterkirche wurde zur evangelischen Pfarrkirche Hecklingens.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in Hecklingen, einer Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche wird heute als evangelische Pfarrkirche genutzt und dient auch als Veranstaltungsort für Konzerte. Sie beherbergt romanische Stuckplastiken von europäischem Rang, darunter einen Engelszyklus aus der Zeit um 1225/30 und fünf Stifterköpfe aus dem 12. Jahrhundert. Nach umfangreichen Restaurierungen im 19. Jahrhundert und zwischen 1992 und 1996 präsentiert sich die Kirche in ihrer neoromanischen Raumfassung.
In der Naehe+
- Schloss Hecklingen (Schloss, 83 m)
- Schloss Gänsefurth (Schloss, 2421 m)
- Palais Hacke (Residenz, 3460 m)
- Stadtpalais von Werdensleben (Residenz, 3549 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Falk2 / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.8466, 11.5336