Priesterseminar
Benediktinerinnenkloster Bonn

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster in Bonn, bekannt auch als Kloster Mariahilf oder Kloster zur Ewigen Anbetung, war von 1857 bis 2001 ein bedeutendes Zentrum des Ordens der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament. Ursprünglich in der Bonner Innenstadt gelegen, fand es ab 1888 seine dauerhafte Heimat im Stadtteil Endenich.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters im Jahr 1857 geht auf Karoline von Romberg zurück, die das aufgegebene Kapuzinerkloster in Bonn erwarb. Die Besiedlung erfolgte durch Benediktinerinnen aus Saint-Omer in Nordfrankreich und Osnabrück. Mechtildis Scott war die erste Oberin, ihr folgte 1863 Josefine Karoline von Fürstenberg-Stammheim. Im Zuge des preußischen Kulturkampfes musste der Konvent 1875 ins Exil nach Driebergen in den Niederlanden gehen. Nach der Rückkehr 1888 wurde ein Landhaus in Bonn-Endenich bezogen, das von Paula von Fürstenberg-Stammheim erworben wurde. Das Kloster wuchs rasch, was ab 1891 einen Neubau erforderlich machte, der 1916 fertiggestellt wurde. Dies führte auch zu mehreren Filialgründungen, darunter das Herz-Jesu-Kloster Kreitz in Neuss-Holzheim (1899) und das Kloster Niederlahnstein (1907), das später nach Johannisberg verlegt wurde. Zwischen 1941 und 1945 wurde das Kloster beschlagnahmt und durch Bombenangriffe zerstört. Nach dem Wiederaufbau, der 1962 abgeschlossen war, betrieb das Kloster von 1952 bis 1984 ein Altenheim. Aufgrund von Überalterung des Konvents und fehlendem Nachwuchs wurde das Kloster im Jahr 2001 aufgelöst.
Lage+
Das ehemalige Benediktinerinnenkloster befindet sich in der Stadt Bonn, gelegen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Die letzte Niederlassung war im Stadtteil Endenich.
Vor Ort+
Die ehemaligen Klostergebäude in der Kapellenstraße 44 beherbergen seit der Auflösung des Klosters im Jahr 2001 das Erzbischöfliche missionarische Priesterseminar Redemptoris Mater Köln.
In der Naehe+
- Burg Endenich (Burg, 809 m)
- Schloss Poppelsdorf (Schloss, 1257 m)
- Schloss Rosenburg (Schloss, 1917 m)
- Fürstenbergisches Palais (Residenz, 2325 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Wolkenkratzer / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.7186, 7.0775