Bodendenkmal
Benediktinerinnenkloster Arnstadt

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster Arnstadt, heute eine Wüstung, zeugt als Kulturdenkmal im Ilm-Kreis, Thüringen, von einer frühen Phase der Besiedlung und Christianisierung der Region. Die Überreste des Klosters, das einst eine bedeutende Rolle spielte, sind auf dem Walpernberg zu finden.
Geschichte+
Die Gründung des Walpurgisklosters erfolgte durch die Abtei Hersfeld. Eine erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1196. Zwischen 1307 und 1309 wurde das Kloster nach Arnstadt verlegt, woraufhin die ursprünglichen Gebäude abgerissen wurden. Selbst als die Abtei Hersfeld im Jahr 1332 ihre verbliebenen Rechte an die Stadt und Vogtei Arnstadt an die Grafen von Schwarzburg veräußerte, behielt sie ausdrücklich die Rechte am Walpurgiskloster. Bis zum Jahr 1533 wurde auf dem Berg noch eine Kapelle für Gottesdienste genutzt. Bei Waldarbeiten wurden wiederholt Mauerreste freigelegt, was 1976 zu gezielten Ausgrabungen durch Mitglieder des Thüringer Geschichtsvereins führte. Dabei wurden die Umrisse eines Benediktinernonnenklosters sowie Fundamente einer Kirchenapsis, die auf einen Vorgängerbau hindeuten, entdeckt. Spätere Grabungen in den Jahren 1988 und 1993 legten eine Zisterne und die Grundmauern der Klosterkirche frei.
Lage+
Die Wüstung des ehemaligen Walpurgisklosters liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Stadt Arnstadt im Ilm-Kreis, Thüringen, Deutschland. Sie befindet sich auf dem Walpernberg, der eine Höhe von 400 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Geografisch ist dies die südwestlichste Lage der Wasserleite, eines Höhenzugs, der das Umland der Käfernburg vom Geratal trennt.
Vor Ort+
Die freigelegten Mauerreste des Klosters dienen heute als Bodendenkmal. Seit 1991 findet an dieser historischen Stätte jährlich am 1. Mai das Walpurgisfest statt, das zahlreiche Besucher anzieht.
In der Naehe+
- Neues Palais Arnstadt (Residenz, 2739 m)
- Ruine Neideck (Arnstadt) (Ruine, 2800 m)
- Ruine Reinsburg (Reinsfeld) (Ruine, 4586 m)
- Ruine Ehrenburg (Plaue) (Ruine, 4985 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Giorno2 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.8103, 10.9468