Senioreneinrichtung, Gottesdienststätte
Benediktinerabtei St. Heribert, Deutz

Die ehemalige Benediktinerabtei St. Heribert in Köln-Deutz ist ein historisches Kloster, dessen Ursprünge bis ins frühe 11. Jahrhundert zurückreichen. Die Anlage, die heute als Baudenkmal geschützt ist, präsentiert sich mit wiederaufgebauten romanischen Bauteilen und zeugt von einer bewegten Geschichte am Rhein.
Geschichte+
Die Gründung der Abtei erfolgte im Jahr 1001 durch den Kölner Erzbischof Heribert, der damit ein Versprechen an Kaiser Otto III. erfüllte. Benediktinermönche besiedelten das Kloster, das Heribert mit umfangreichen Schenkungen, darunter Ländereien und Zehntrechte, ausstattete. Eine große romanische Abteikirche wurde 1020 geweiht und diente ein Jahr später als letzte Ruhestätte für Erzbischof Heribert, dessen Namen sie später erhielt. Im 12. Jahrhundert wurden seine Gebeine in einen kostbaren Schrein umgebettet. Die strategische Lage am Rhein führte im 14. und 16. Jahrhundert zu mehrfacher Zerstörung und Wiederaufbau der Anlage. Der heutige Bau der ehemaligen Klosterkirche entstand zwischen 1659 und 1663 auf den alten Fundamenten, wobei die bogenförmigen Außenwände der Seitenschiffe die Ausdehnung des früheren Zentralbaus erkennen lassen. Die Ausstattung erfolgte im Barockstil. Während der napoleonischen Ära wurde das Kloster säkularisiert und die Klosterkirche 1804 zur Pfarrkirche erhoben. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Klostergebäude schwere Schäden, wurde jedoch in den 1970er Jahren wiederaufgebaut, wobei die historische Fassade erhalten blieb.
Lage+
Die Benediktinerabtei St. Heribert befindet sich in Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 45 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Das wiederaufgebaute Klostergebäude beherbergt heute eine Senioreneinrichtung der Caritas. Im Inneren sind Wandgemälde des zeitgenössischen Künstlers Werner Weber zu sehen. Die ehemalige Klosterkirche dient seit den 1990er Jahren als Gottesdienststätte der griechisch-orthodoxen Gemeinde Kölns und ist mit einer orthodoxen Ikonostase im Chor ausgestattet.
In der Naehe+
- Kölner Dom (Sakralbau, 886 m entfernt)
- Fort X (Köln) (Festung, 2230 m entfernt)
- Fort I (Köln) (Festung, 2293 m entfernt)
- Fort IV (Köln) (Festung, 2530 m entfernt)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Tohma (talk) / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.9381, 6.9697