evangelische Kirche, Winterkirche
Augustinereremitenkloster zum Erlöser, Alsfeld

Das Augustinereremitenkloster zum Erlöser in Alsfeld, ein bedeutendes Kulturdenkmal in Hessen, präsentiert sich als ein eindrucksvolles Beispiel gotischer Architektur im Vogelsberg. Obwohl heute nur noch Teile der ursprünglichen Anlage erhalten sind, zeugen diese von der einstigen Bedeutung des Klosters als geistiges Zentrum der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Augustinereremitenklosters in Alsfeld durch den Augustinerorden erfolgte im 13. Jahrhundert, wobei die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1339 stammt. Als westlicher Stützpunkt der sächsisch-thüringischen Provinz des Ordens spielte Alsfeld eine Rolle bei der Verbreitung der Augustiner im Bereich der Mainzer Diözese. Im Jahr 1498 wurde das Kloster unter Landgraf Wilhelm dem Jüngeren von Hessen reformiert. Seine Auflösung erfolgte im Herbst 1527 durch Landgraf Philipp von Hessen, als der Konvent noch 17 oder 18 Mönche umfasste. Aus diesem Kloster ging der spätere hessische Reformator Tilemann Schnabel hervor, der bei Martin Luther in Wittenberg studierte und später Superintendent in Alsfeld wurde. Die Klostergebäude wurden 1533 zu einem städtischen Hospital umfunktioniert, und die Einkünfte flossen ab 1540 der Universität Marburg zu. Die ehemalige Predigtkirche dient seit 1664 als evangelische Dreifaltigkeitskirche.
Lage+
Das Augustinereremitenkloster befindet sich in Alsfeld, einer Stadt im Vogelsbergkreis in Hessen, Deutschland.
Vor Ort+
Heute sind von der einstigen Klosteranlage die gotische Predigtkirche und einzelne weitere Gebäudeteile erhalten. Die Kirche wird als Winterkirche der evangelischen Gemeinde Alsfeld genutzt und ist von mittelalterlichen Fachwerkhäusern umgeben.
In der Naehe+
- Schloss Altenburg (Schloss, 1943 m)
- Schloss Romrod (Schloss, 5395 m)
- Ruine Ruhlkirchen (Ruine, 8082 m)
- Altes Burghaus Schrecksbach (Burg, 9438 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Oliver Abels (SBT) / CC BY 2.5 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.7497, 9.2700