katholische Stadtpfarrkirche
Augustinereremitenkloster St. Johannes Baptist, Memmingen
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Das ehemalige Augustinereremitenkloster St. Johannes Baptist in Memmingen, Bayern, ist ein historischer Sakralbau, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es ist ein bedeutendes Baudenkmal in der Region und zeugt von einer wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1280 durch den Memminger Stadtrat. Die erste Klosterkirche erfuhr ab 1447 eine umfassende Neugestaltung des Chors mit einem dreijochigen Kreuzrippengewölbe, gefolgt von einer Erneuerung des Langhauses ab 1484. Im Jahr 1498 wurde das Schottenkloster in die Augustinergemeinschaft integriert. Nach einer Phase des Sittenverfalls im 15. Jahrhundert kam es 1531 zur Vertreibung des Priors und der verbliebenen Mönche, wobei die Klostereinrichtung und Bibliothek verkauft sowie die Ländereien von der Stadt eingezogen wurden. 1548 erhielten die Mönche ihre Rechte zurück und widmeten sich fortan der Seelsorge im katholischen Umland. Im Jahr 1615 wurden die Gebäude erneuert, und etwa ein Jahrhundert später erfolgte eine Barockisierung von Kloster und Kirche. 1803 ging das Kloster an den Deutschen Orden über, der es 1805 an den bayerischen Staat abtrat. Ab 1807 diente die Kirche als katholische Stadtpfarrkirche, und spätestens 1843 erhielt sie das Patrozinium des Heiligen Johannes des Täufers. Zwischen 1850 und 1852 wurden die Klostergebäude größtenteils abgerissen. Ein umfangreicher Kirchenumbau erfolgte von 1865 bis 1867, bei dem die Seitengewölbe entfernt wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die barocke Ausstattung durch eine neugotische ersetzt, und eine letzte Innenraumneugestaltung fand 1961/64 statt.
Lage+
Das Kloster befindet sich in der Stadt Memmingen im bayerischen Oberschwaben.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosterkirche dient heute als katholische Stadtpfarrkirche St. Johann Baptist. Im Inneren beherbergt sie zahlreiche Holzskulpturen aus verschiedenen Epochen, darunter eine bemerkenswerte Christusfigur mit beweglichen Armen, die um 1500 entstanden sein soll. Die aktuelle Orgel wurde 1952 angeschafft und 1960 umgebaut.
In der Naehe+
- Palais Herman (Residenz, 92 m)
- Fuggerpalais (Residenz, 239 m)
- Antoniterkloster Memmingen (Sakralbau, 243 m)
- Stadtbefestigung Memmingen (Stadtbefestigung, 665 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.9866, 10.1807