Konzert- und Festsaal
Augustinerchorherrenstift St. Maria, Hane, später Prämonstratenserinnenstift

Das ehemalige Augustinerchorherrenstift St. Maria, später ein Prämonstratenserinnenkloster, ist ein historischer Sakralbau im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz, Deutschland. Die Anlage, die heute als Kulturdenkmal geschützt ist, vereint romanische Architektur mit späteren gotischen Umbauten und zeugt von einer wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte um 1120 durch Werner von Bolanden als Hauskloster. Zunächst wurden Augustiner-Chorherren aus Springiersbach berufen. Eine Urkunde des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. aus dem Jahr 1129 bestätigt die Schenkung des Klosters an den Mainzer Bischofsstuhl, wobei Werner von Bolanden die Schutzvogtei behielt. Bald darauf siedelten sich auch Augustinerinnen an, wodurch ein Doppelkloster entstand. Um 1135 übernahm der Konvent die Regel des Heiligen Norbert und schloss sich den Prämonstratensern an. Nach einer zwischenzeitlichen Trennung der Geschlechter, bei der die Nonnen nach Hane zurückkehrten, blieben sie dort bis zur Auflösung der Gemeinschaft. Das Kloster erlangte durch Schenkungen Wohlstand und zog viele Adelige an. Im Jahr 1265 musste die Zahl der Nonnen auf 50 begrenzt werden. Ab 1487 wurde die romanische Basilika in eine gotische Kirche umgebaut. Im Bauernkrieg 1525 geplündert, wurde das Kloster um 1564 unter dem Herzog von Pfalz-Simmern im Zuge der Reformation aufgehoben. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 erlitt die Anlage Zerstörungen durch französische Truppen. Nach verschiedenen Besitzwechseln diente die Klosteranlage als landwirtschaftliches Gut, die Kirche als Scheune. Umfangreiche Sanierungsarbeiten fanden von 1957 bis 1992 statt.
Lage+
Das Kloster Hane befindet sich in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Bolanden im Donnersbergkreis.
Vor Ort+
Die profanierte Klosterkirche und die Konventsgebäude sind als Ensemble erhalten. Die renovierte Kirche dient heute als Konzert- und Festsaal.
In der Naehe+
- Burgruine Neu-Bolanden (Burg, 515 m)
- Stadtbefestigung Kirchheimbolanden (Stadtbefestigung, 2257 m)
- Höllrieglscher Adelssitz (Herren- und Gutshaus, 2386 m)
- Stadtpalais des Freiherrn von Geispitzheim (Residenz, 2453 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Altera levatur / CC0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.6439, 8.0140