KlosterPaderborn

Augustinerchorfrauenstift St. Michael, Paderborn

Augustinerchorfrauenstift St. Michael, Paderborn

Klosterkirche, Schule, Konzerte, Andachten

Das Augustinerchorfrauenstift St. Michael in Paderborn ist ein historisches Kloster, dessen erhaltene Klosterkirche als bedeutendes Beispiel des flämischen Barocks in Nordrhein-Westfalen gilt. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz und prägt das Stadtbild mit seiner markanten Fassade.

Geschichte+

Die Ursprünge der Gemeinschaft reichen bis ins Jahr 1597 zurück, als Alix Le Clerc und vier weitere Frauen in Lothringen eine religiöse Vereinigung gründeten, um Mädchen und jungen Frauen kostenlosen Unterricht zu ermöglichen. Der Orden der Augustiner Chorfrauen CBMV wurde 1628 vom Papst bestätigt. Während des Dreißigjährigen Krieges fanden einige Schwestern Zuflucht in Münster. Im März 1658 wurde in Paderborn eine Neugründung initiiert und eine Schule eröffnet. Die Schwestern bezogen 1669 ein vom Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg geschenktes Haus an der Pader, das sie als Kloster St. Joseph einrichteten. Der Neubau von Kloster und Kirche erfolgte 1698, wobei Fürstbischof Hermann Werner von Wolff Metternich das Patrozinium des Erzengels Michael bestimmte. Als einziges Kloster in Westfalen entging das Michaelskloster 1802 der Säkularisation, da es sich dem öffentlichen Unterricht widmete. Im Kulturkampf 1878 wurde das Kloster jedoch von der preußischen Regierung aufgehoben und die Schwestern ausgewiesen, bevor es 1925 in Hagen neu gegründet wurde. Die Schule wurde 1939 von den Nationalsozialisten geschlossen und die Gebäude 1945 bei einem Bombenangriff zerstört. Bis 1946 erfolgte der Wiederaufbau und die Wiedereröffnung der Schulen.

Lage+

Das Augustinerchorfrauenstift St. Michael befindet sich in der Stadt Paderborn im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Die Klosterkirche ist ein Baudenkmal und zeichnet sich durch ihre Fassade im Stil des flämischen Barocks aus, die von Ambrosius von Oelde entworfen wurde. Der Innenraum des einfachen Kirchensaals ist verputzt und mit einem Kreuzgratgewölbe ausgestattet. Die östliche Chorgiebelfassade aus Backstein mit Werksteindekoren und Pilastern ist besonders hervorzuheben. Die Alexiuskapelle, die von 1670 bis 1673 erbaut wurde und ursprünglich zum Kloster Abdinghof gehörte, wird heute für Konzerte und Andachten genutzt.

In der Naehe+
  • Ruine Kaiserpfalz (Ruine, 166 m)
  • Schloss Fürstenhof (Schloss, 206 m)
  • Paderborner Dom (Sakralbau, 227 m)
  • Erzbischöfliches Palais (Residenz, 488 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: A.Savin / FAL via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.7202, 8.7534