KlosterLübeck

Augustinerchorfrauenstift Lübeck

Augustinerchorfrauenstift Lübeck

Museumsquartier

Das Augustinerchorfrauenstift in Lübeck, ein ehemaliges Kloster der Augustinerinnen, wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gegründet und prägt bis heute das Stadtbild. Es ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Deutschland und beherbergt heute das Museumsquartier St. Annen, das Kunst- und Kulturgeschichte präsentiert.

Geschichte+

Die Grundsteinlegung für das Kloster und die zugehörige Kirche erfolgte im Jahr 1502, und die Bauarbeiten im spätgotischen Stil dauerten bis 1515 an. Die Weihe an die Heilige Anna erfolgte auf Vorschlag des damaligen Lübecker Bischofs Dietrich II. Arndes. Vinzenz Sisinnius Hesse aus Braunschweig war der Baumeister. Die Finanzierung erfolgte maßgeblich durch wohlhabende Lübecker Bürger, die unverheiratete Töchter im Kloster unterbringen wollten. Zahlreiche Wappen der Stifter, darunter Ratsherren und Fernkaufleute, sind im Kapitelsaal erhalten. Die Spendenbereitschaft wurde durch Ablässe gefördert. Bereits 1508 weihte Bischof Wilhelm Westphal den Chor der Klosterkirche, den Kreuzgang und die Glocken. Mit der Fertigstellung 1515 zogen Augustiner-Chorfrauen aus dem Stift Steterburg ein, die nach der strengen Regel der Windesheimer Kongregation lebten. Die Reformation führte ab den 1520er Jahren zu einem starken Rückgang der Spenden. Nach der Schließung des Klosters im Jahr 1532 und der Übernahme der Gebäude durch die Stadt 1538 verließen die letzten Nonnen das Stift 1542.

Lage+

Das Augustinerchorfrauenstift befindet sich in der Hansestadt Lübeck im Bundesland Schleswig-Holstein, Deutschland. Es liegt in der südöstlichen Altstadt, unweit der Aegidienkirche und der Synagoge.

Vor Ort+

Nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche zunächst als Lager genutzt. Ab 1601 diente ein Teil der Räumlichkeiten als Armenhaus, das auch als Arbeitshaus nach englischem Vorbild fungierte. Heute ist das ehemalige Kloster ein zentraler Bestandteil des Museumsquartiers St. Annen und beherbergt Ausstellungen zur Kunst- und Kulturgeschichte.

In der Naehe+
  • Palais Brömserhof (Residenz, 170 m)
  • Palais Geverdeshof (Residenz, 242 m)
  • Schloss Rantzau (Schloss, 284 m)
  • Lübecker Dom (Sakralbau, 298 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: After Heinrich Adolf Meier / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 53.8624, 10.6896