Wohnhaus, Altentagesstätte, Ladengeschäfte
Antoniterkloster Höchst

Das Antoniterkloster in Höchst, einem Stadtteil von Frankfurt am Main in Hessen, ist ein ehemaliges Kloster des Antoniterordens, dessen Gründung auf das Jahr 1443 zurückgeht. Von der ursprünglichen Anlage sind heute noch zwei Gebäude erhalten, die Zeugnis der spätmittelalterlichen Architektur und ihrer späteren Anpassungen ablegen.
Geschichte+
Die Geschichte des Antoniterklosters Höchst begann 1441, als der Antoniterorden auf Einladung des Kurmainzer Erzbischofs Dietrich Schenk von Erbach von Roßdorf bei Hanau nach Höchst umsiedelte. Mit diesem Umzug waren umfangreiche Privilegien verbunden: Die Antoniter übernahmen die Justinuskirche, die zu diesem Zeitpunkt die Pfarrkirche von Höchst war, sowie das frühere Albanuskloster und alle damit verbundenen steuerfreien Einkünfte und Rechte. Güter für den Klosterbedarf konnten zollfrei eingeführt werden. Die Justinuskirche wurde um einen gotischen Hochchor erweitert, an den sich die Klosteranlage mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden anschloss. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst. Bereits im Oktober 1802 war Höchst dem Herzogtum Nassau zugeschlagen worden. Drei Monate später erfolgte die Enteignung des Klosters, und die verbliebenen vier Ordensleute zogen in ein Wohnhaus in Höchst. Nach verschiedenen Überlegungen zur Nutzung, darunter als Kaserne oder Archiv, wurde 1804 eine provisorische Schule eingerichtet, bevor die Anlage 1809 in zwei Teilen verkauft wurde.
Lage+
Das ehemalige Antoniterkloster befindet sich im Stadtteil Höchst von Frankfurt am Main, einer Metropole im Bundesland Hessen in Deutschland.
Vor Ort+
Von der einstigen Klosteranlage sind zwei Gebäude erhalten. Das Gebäude in der Bolongarostraße 137–139, im Kern spätgotisch aus den Jahren 1441 bis 1443 stammend und 1586 mit Renaissanceerkern versehen, dient heute als Wohnhaus und Altentagesstätte. Das zweite erhaltene Gebäude in der Bolongarostraße 143, dessen Kern auf das Jahr 1516 datiert wird, zeigt einen Übergangsstil von der Spätgotik zur Renaissance. Es wurde im 19. Jahrhundert baulich verändert und im Erdgeschoss mit Ladengeschäften versehen, jedoch 1994 weitgehend in seinen Zustand des frühen 16. Jahrhunderts zurückversetzt.
In der Naehe+
- Herrenhaus Greiffenclau (Höchst) (Herren- und Gutshaus, 189 m)
- Altes Schloss (Höchst) (Schloss, 189 m)
- Herrenhaus Dalberg (Höchst) (Herren- und Gutshaus, 284 m)
- Neues Schloss (Höchst) (Schloss, 285 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Eva K. / GFDL 1.2 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.0994, 8.5492