Herren- und GutshausTaxenbach

Ansitz Penninghof

Ansitz Penninghof

Privatbesitz

Der Ansitz Penninghof (bisweilen auch Edelsitz Obkirchen genannt) liegt in der Gemeinde Taxenbach im Bezirk Zell am See von Salzburg (Gschwandtnerberg, Haus-Nr. 17). Trotz des Fehlens der für den Pinzgau typischen Erker oder Ecktürme zählt das Gebäude zu den echten Salzburger Ansitzen.

Die erste Erwähnung findet sich von 1427 und 1429. Die Rede ist dabei, das Hans Strasser zu Straß ein erzbischöfliches Lehen inne hat, ain Gut genant Obkirchen gelegen in Tachsenpacher gericht. Hans übergibt diesen Hof als Morgengabe 1433 an seine Frau Margaretha, Tochter des Mathensen des Thürndl. Nach dem Tod des Hans verkaufen seine Witwe und Elsbet Hofinger das Gut an die noch minderjährigen Kinder des Michael Emhofer; deren Lehensträger ist Wilhelm Penninger. Das Adelsgeschlecht der Penninger stammt aus Taxenbach; erstmals wird 1191 ein Gottschalk von Penninger erwähnt. Noch vor 1490 geht der Besitz ganz an Wilhelm Penninger über. Seine Nachfolger werden Ulrich Penninger, verehelicht mit Ursula, und dessen Bruder Andreas. Zwischen 1540 und 1550 erbt Gottfried, der Sohn des Ulrich, den Besitz. Dieser Gottfried ist verheiratet mit Anna, geborene Kölderer zu Höch, er wird nach seinem Tod († 1592) von Constatin Penninger beerbt. Unter dem Bruder Wilhelm des verstorbenen Constantin wird 1613 der Hof erstmals als Edelsmannsitz zu Obkirchen bezeichnet.

Nach diesem erwirbt Jakob Wilpenhofer zu Lerchen und Obkirchen diesen Ansitz. 1624 kann Abel Wilpenhofer vom Erzbischof Paris von Lodron erreichen, dass eine Einfang-Bewilligung ausgestellt wird. Nach dem Ableben des Abel († 1629) verkaufen seine Erben das Schlössl Penningperg an Johann Baptist Voglmayr, Land- und Forstrichter in der Rauris. Dessen Kinder verkaufen 1649 den Besitz dem Paris Lodronschen Collegium Marianum zu Salzburg, welches auch die Grundherrschaft darüber erwirbt.

Die nach 1665 folgenden Besitzer nutzen den Ansitz als Wohn- oder Bauernhaus; zu nennen sind: Ulrich Schläffer (1665), Christian Schläffer (1692), dessen Sohn Hans (1726), Simon Schläffer (1773), Alexander Schläffer (1810). Peter Gschwandtner, Taxwirt zu Taxenbach, kauft 1842 das Schlössl. 1879 wird er von seinen drei Stieftöchtern Julie, Maria und Anna Straubinger beerbt. Diese verkaufen 1887 den Besitz an Peter Schernthaner. Auf diesen folgen auf dem Erbweg wieder ein Peter Schernthaner (1912), Peter Schernthaner (1941) und Elisabeth Schernthaner (1965). Die Familie Schernthaner ist heute noch im Besitz des Penninghofes.

Penninghof heute+

Das Gebäude ist heute ein Bauernhof. Durch Brände musste das Haus mehrmals umgestaltet werden. Es ist dreigeschossig und wird von einem Satteldach, das beidseitig mit einem Schopf versehen ist, bedeckt. Im Erdgeschoss sind noch spätgotische Tür- und Fenstergewände und in zwei Zimmern Kassettendecken erhalten. Oberhalb des Eingangs sind Reste des Wappens der Penninger erkennbar, sonst ist der Bau schmucklos.

Wappen der Penninger (ein weißer Fäustling auf rotem Grund) von 1500 finden sich auch auf der Festung Hohensalzburg und von 1536 auch im Wappensaal auf der Burg Goldegg.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Wald1siedel / CC BY-SA 3.0 at via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.2945, 12.9657