Herren- und GutshausSteyerberg

Amtshof Steyerberg

Amtshof Steyerberg

Örtliche Behörden

Steyerberg, urkundlich erstmalig im Jahre 1259 im Zusammenhang mit einem Mägdetausch auf der Burg Steyerberg erwähnt, hat eine sehr wechselvolle Geschichte, die von Auseinandersetzungen der Grafen von Hoya mit den Mindener Bischöfen gekennzeichnet war.

Die Geschichtsschreibung berichtet, daß sich die Grafen von Hoya angesichts der strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung des Raumes zwischen den Flüssen Aue und Siede dort um das Jahr 1200 festsetzen wollten. Da auch der Bischof von Minden Besitzansprüche auf diesen Landstrich erhob, war Streit vorprogrammiert, zumal die Grafen als Ausdruck ihres Besitzwillens eine Burg, wahrscheinlich gar auf bischöflichem Grund, errichten ließen.

Das besondere an dieser Burg war, daß sie -im Unterschied zu anderen Befestigungsanlagen im hiesigen Bereich - nicht als Wasserburg, sondern auf dem Knappsberg, einem steil abfallenden Vorsprung der Heisterberge, als Höhenburg errichtet wurde. Aus der Umschrift des ersten Siegels des Flecken Steyerberg "Radt undt Borgermester to Steilbarg" ist zu schließen, daß die Lage der Burg dem Flecken Steyerberg seinen Namen gegeben hat.

Die Grafen von Hoya hatten ihren Herrschaftsbereich in Voigteien gegliedert. Die Voigtei Steyerberg umfaßte einen großen Bezirk, aus dem im Laufe des 15. Jahrhunderts die Ämter Stolzenau und Steyerberg gebildet wurden. Diesen Ämtern standen als Amtsverwalter Drosten vor.

Das Amt Steyerberg wird 1549 von den Hoyaer Grafen an den Söldnerführer Hilmar von Münchhausen verpfändet. Sie errichteten 1550 auf den Mauern der alten Burg das heutige Amtshaus. Die Familie derer von Münchhausen wird bis zu ihrem Wegzug aus Steyerberg im Jahre 1766 die Geschichte des Flecken maßgeblich begleiten.

Einer der Familie von Münchhausen entstammenden Drosten, Statius von Münchhausen, liegt in der Steyerberger St. Katharinen-Kirche begraben. Mit dem Tod des Grafen Otto 1582 stirbt das Geschlecht der Grafen von Hoya aus. Herzöge von Braunschweig-Lüneburg übernehmen die Grafschaft Hoya. Deren Herrschaft endet 1866, als das Königreich Hannover zur preußischen Provinz wird.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=557

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