KlosterNeustadt an der Weinstraße

Alte Johanneskirche

Alte Johanneskirche

religiöse und kulturelle Veranstaltungen

Die Alte Johanneskirche in Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz, ist ein bedeutendes Zeugnis gotischer Architektur und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich als Klosterkirche erbaut, spiegelt sie eine bewegte Geschichte wider, die von Ordensgründungen, Kriegen und konfessionellen Veränderungen geprägt ist. Ihre einzigartige Bauweise und die lange Nutzung als Simultankirche machen sie zu einem besonderen historischen Bauwerk in der Region.

Geschichte+

Die Errichtung der Kirche und ihres Turms erfolgte im 14. Jahrhundert durch den Johanniterorden, der sie Johannes dem Täufer weihte, dem Schutzpatron des Ordens. Bereits 1290 hatte Werner, Schenk von Ramberg, den gesamten Herrenhof an den Orden übereignet. Im Jahr 1621, während des Dreißigjährigen Krieges, erlitt das Gebäude schwere Schäden, als Truppen in der Gegend kämpften. Das Kirchenschiff brannte aus und wurde später in vereinfachter Form und niedriger wieder aufgebaut. Auch der Pfälzische Erbfolgekrieg im Jahr 1689 hinterließ seine Spuren. Im Jahr 1707 wurde eine Trennwand zwischen Chor und Schiff eingezogen, wodurch die Kirche als Simultankirche genutzt wurde: Der Chor diente den Katholiken, das Schiff den Protestanten. Nach der Weihe einer neuen katholischen Johanneskirche im Jahr 1959 stand der Chor der alten Kirche leer und verfiel zusehends. Im Jahr 2007 wurde dieser Teil an die Protestantische Johanneskirchengemeinde Mußbach verkauft, die das gesamte Bauwerk ab 2012 umfassend restaurierte. Die Arbeiten wurden 2017 abgeschlossen, und der alte Chor steht seither für religiöse und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung.

Lage+

Die Alte Johanneskirche befindet sich auf einer Höhe von 144 m ü. NHN im Zentrum des Ortsteils Mußbach von Neustadt an der Weinstraße. Sie bildet den nördlichen Abschluss des historischen Ordensguts Herrenhof.

Vor Ort+

Die Kirche präsentiert sich heute als restauriertes Kulturdenkmal. Der 36 Meter hohe Turm mit seinen vier Zifferblättern prägt das Ortsbild. Im Erdgeschoss des Turms ist die Sakristei untergebracht. Der alte Chor, der Wandgemälde und Skulpturen aus dem 14. Jahrhundert beherbergt, wird heute als eigenständiger Raum für verschiedene Zwecke genutzt.

In der Naehe+
  • Herrenhof Mußbach (Herren- und Gutshaus, 80 m)
  • Schloss Weißes Haus (Schloss, 453 m)
  • Karl-Theodor-Schlößchen (Schloss, 638 m)
  • Burgruine Gimmeldingen (Burg, 1293 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Immanuel Giel / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.3694, 8.1703