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Adelssitz Fresenhof
Der Fresenhof ist eines der ältesten Gebäude der Stadt Nienburg. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Burgmannshof, einem Vasallensitz.
Die älteste verbürgte Nachricht stammt aus dem Jahr 1263, als ein Hermann de Buren (von Bühren) Inhaber des Burglehens war. Schon 200 Jahre später (1485) starb diese Nienburger Linie des Geschlechts mit Heinrich von Bühren aus.
Am 6. Juni 1485 belehnte Graf Jobst von Hoya Arnold Frese mit dem Burgmannshof, zu dem umfangreiche Ländereien gehörten. Trotz diverser Besitzer wurden die von Frese zum Namensgeber des Gebäudes.
Die von Frese standen mit dem Grafen von Hoya in enger Verbindung und ihr Reichtum ist daran zu ermessen, dass sie dem Grafen Johann von Frese die für damalige Zeiten unglaublich hohe Summe von 350 Golddukaten liehen.
Ab 1528 wechselten die Besitzer mehrmals. Bis 1598 gehörte der Fresenhof der Familie von Bothmer. Die Jahreszahl 1585 über dem Haupteingang weist darauf hin, dass zu dieser Zeit bauliche Veränderungen vorgenommen wurden.
Im Laufe der Jahre wurde der Burgmannshof mehrmals umgebaut. 1610 ist das Gebäude völlig neu errichtet und 1670 verlängert worden
Von der Familie von Bothmer übernahm ein Herr Poppelbaum den alten Burgmannssitz. Als weitere Besitzer sind in den Akten verzeichnet: von Hitzfeld (1682), von Pape (1761), von Cramm, Grütter sowie David Lühring (1866). Der riesige Grundbesitz wurde von Jahrzehnt zu Jahrzehnt aufgrund von Erbauseinandersetzungen geteilt und verkauft. Im Jahre 1853, als von Cramm Besitzer des Hofes war, war hier für kurze Zeit die Baugewerkschule untergebracht. Später übernahm der Rentier Bartholomäus Cabolet den Resthof, dessen Sohn im Nebengebäude eine Essigfabrik betrieb und „Champagner – Grütter“ lagerte im Keller seinen Wein. In dieser Zeit hieß der Fresenhof bei den Nienburgern „Cabolets Hof“.
Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts ging der Gesamtkomplex in den Besitz der Stadt Nienburg über. Während des 2. Weltkrieges war hier das Museumsgut untergebracht. Viele wertvolle Objekte gingen durch Diebstahl verloren. Bis zum Neubau des Arbeitsamtes 1968 diente das Gebäude der Verwaltung diese Amtes. Anschließend wurde der Fresenhof ein Jugendfreizeitheim. Nach dessen Umzug stand das Gebäude einige Jahre leer.
Schließlich stellten die Stadt, der Landkreis und das Land Niedersachsen finanzielle Mittel für Umbau und Renovierung zur Verfügung und 1985 konnte das Gebäude dem Museumsverein zur Nutzung übergeben werden.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.6392, 9.2106