Die antike Stadt kann besichtigt werden.
Gitanae (Γίτανα)

Die antike Stadt Αρχαία Γίτανα (Gitana oder Gitanai) war eine bedeutende Stadt in der antiken Region Epirus (Nordwestgriechenland), speziell in Thesprotia (heute Thesprotia-Präfektur). Sie lag auf einem strategisch günstigen Hügel (Goumani/Vrysella) am nördlichen Ufer des Flusses Kalamas (antik: Thyamis), nahe seiner Mündung ins Ionische Meer.
Geschichte und Bedeutung
Die Stadt wurde um 335–330 v. Chr. (Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr.) gegründet und löste Elea als Hauptort der Thesproter ab. Sie diente als politisches, administratives und wirtschaftliches Zentrum des Koinon der Thesproter (eines Stammesbundes) und später als eines der wichtigsten Zentren des Epirotischen Bundes. Gitana war ein gut befestigter Ort mit eigener Münzprägung, einem Hafenzugang und Kontrolle über Handelsrouten. Die Bevölkerung wird auf etwa 6.000–8.000 Einwohner geschätzt.
Die Stadt blühte im Hellenismus auf und wurde 167 v. Chr. von den Römern unter Aemilius Paullus im Rahmen des Dritten Makedonischen Krieges zerstört – zusammen mit rund 70 anderen epirotischen Städten. Danach verfiel sie allmählich.
Archäologische Stätte
Der archäologische Park von Gitana (heute bei Fragma Kalama / Goumani, nahe Filiates) ist gut zugänglich und umfasst:
Stadtmauern: Ca. 2,5 km lange polygone Befestigungsmauern mit Türmen, die das Gelände auf drei Seiten durch den Fluss natürlich schützten.
Hippodamisches Straßenraster (rechtwinkliges Stadtplanungssystem).
Agora (Marktplatz) als wirtschaftliches Zentrum.
Prytaneion (Verwaltungsgebäude) mit Tausenden von Tonsiegeln (u. a. mit der Aufschrift „ΓΙΤΑΝΑ“) und einem Mosaik der Sonne von Vergina (Symbol makedonischer Verbindungen).
Antikes Theater (3. Jahrhundert v. Chr., Kapazität ca. 4.000 Zuschauer), das kürzlich restauriert wurde. Es lag außerhalb der Mauern und diente auch politischen Versammlungen.
Weitere Funde umfassen Tempel (z. B. der Parthenos), Wohnhäuser, Straßen und Keramik. Die Stätte ist Teil der neuen Epirus-Kulturroute.
Gitana ist ein beeindruckendes Beispiel für die urbanen Zentren des antiken Epirus und wird zunehmend als touristisches und kulturelles Highlight der Region aufgewertet. Die Ruinen liegen in einer landschaftlich reizvollen Umgebung am Kalamas-Fluss.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Μαυρόγιαννης Παύλος · Wikimedia Commons · CC BY 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 39.5741, 20.2627