Klosterbetrieb
Abtei Seckau
Die Abtei Seckau ist ein historisches Kloster der Benediktiner in der Steiermark, das für seine lange Geschichte und seine beeindruckende Architektur bekannt ist. Die Anlage, die heute als „Dom im Gebirge“ bezeichnet wird, beherbergt bedeutende Kunstschätze und ist ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Jahr 1142 zurück, als es als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet wurde. Zunächst in St. Marein angesiedelt, erfolgte die Verlegung auf die Hochebene von Seckau bereits im selben Jahr. Im Jahr 1164 wurde die romanische Kirche geweiht. Seckau entwickelte sich zu einem wichtigen geistlichen Zentrum und war ab 1218 Bischofssitz der Diözese Seckau. Bis 1491 existierte zudem ein Chorfrauenkloster. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde das Chorherrenstift 1782 aufgehoben und der Bischofssitz nach Graz verlegt. Dies führte zu erheblichen Zerstörungen und dem Verlust vieler Kunstwerke. Eine Neubesiedlung durch Benediktiner der Beuroner Kongregation erfolgte 1883, die das Kloster vor dem Verfall bewahrten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Abtei 1940 erneut aufgehoben und die Mönche vertrieben, kehrten jedoch 1945 zurück und leiteten einen Wiederaufbau ein.
Lage+
Die Abtei Seckau befindet sich in der Gemeinde Seckau im Murtal in der Steiermark, Österreich. Sie liegt auf einer Höhe von etwa 849 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Die heutige Anlage präsentiert sich mit einer imposanten Westfront, die sich über 143 Meter erstreckt. Die romanische Basilika, die 1930 zur Basilika minor erhoben wurde, beeindruckt mit einem dreischiffigen Innenraum und einem spätgotischen Netzrippengewölbe. Zu den Höhepunkten zählen das frühbarocke Habsburger-Mausoleum, die Gnadenkapelle mit dem Seckauer Gnadenbild und die Engelkapelle mit Fresken von Herbert Boeckl. Der Renaissance-Kreuzgang aus dem späten 16. Jahrhundert ist ebenfalls erhalten. Aktuell leben und wirken zwölf Benediktinermönche in der Abtei.
In der Naehe+
- Schloss Prankh (Schloss, 5750 m)
- Schloss Wasserleith (Schloss, 5841 m)
- Schloss Hautzenbichl (Schloss, 6209 m)
- Schloss Spielberg (Schloss, 6503 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Benediktinerstift_Seckau,_Luftbild_2.JPG?uselang=de
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.2742, 14.7875