Die Reste des Klosters können besichtigt werden
Abbaye de l'Île-Chauvet

Die Abbaye Notre-Dame de l’Île-Chauvet ist eine ehemalige Abtei in Bois-de-Céné im Département Vendée (Region Pays de la Loire) im Westen Frankreichs. Sie lag einst in den Grenzgebieten (Marches) zwischen der Bretagne und dem Poitou, auf einer Insel im Bretonischen Sumpf.
Die Abtei wurde um 1130 von Benediktinermönchen aus der Abtei Absie gegründet, die von Pierre II. de La Garnache gerufen wurden, um die Salzsümpfe der Region trockenzulegen und zu bewirtschaften. Sie folgte einer strengen Benediktinerregel, die der zisterziensischen nahestand, und gehörte zur geistlichen Erneuerungsbewegung des 11. und 12. Jahrhunderts im Umkreis von Géraud de Salles.
Die ältesten erhaltenen Teile (der Chor) stammen aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Das Kirchenschiff wurde kurz vor der Mitte des 13. Jahrhunderts fertiggestellt; die Konventsgebäude (darunter der heutige Refektoriumsflügel) gehören ebenfalls überwiegend dem 13. Jahrhundert an und wurden im 17. Jahrhundert für eine Kamaldulenser-Gemeinschaft umgebaut. Die Gewölbe wurden später überarbeitet, die Vierung wahrscheinlich im 14. Jahrhundert eingewölbt.
Die Abtei erlitt mehrfach Zerstörungen: 1381 wurde sie im Hundertjährigen Krieg geplündert, 1588 niedergebrannt und bis 1622 von Benjamin de Rohan, Seigneur de Soubise, besetzt. Der letzte Benediktinermönch verließ das Kloster 1625. Nach gescheiterten Versuchen, das monastische Leben wiederherzustellen, ließen sich 1679 Kamaldulenser nieder. 1791 wurde die Abtei als Nationalgut verkauft. 1828 erwarb sie die Familie Guillet de La Brosse, die sie bis heute besitzt. 1885 ließ Jules de La Brosse in der Nähe ein neorenaissancezeitliches Herrenhaus errichten.
Die Ruinen der Kirche (einschließlich des Weihwasserbeckens im Schiff), zwei Bauten aus dem 12. Jahrhundert, der gotische Brunnen in der Mitte des ehemaligen Kreuzgangs sowie die Klosterböden nach einem Plan von 1668 wurden am 30. Januar 1992 zum Monument historique erklärt.
Heute ist die Anlage weiterhin Privatbesitz und wird gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Antoine Meissonnier · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 46.9333, -1.9092